Unser nächstes Konzert findet am Donnerstag, den 09. Juli 2026 in der Loreley (Lindenstraße 65, 50674 Köln) statt.
Beginn ist um 20.00 Uhr (Einlass: 19.00 Uhr)
Zwischen Sinnlichkeit und Notbeleuchtung
Zwischen Baggersee und Fußball, zwischen Sommerhitze und dem Dröhnen von Klimaanlagen passt immer noch ein erfrischender Konzertabend in der bezaubernden Schankwirtschaft Loreley. Wenn die Lied-United-Crew im Juli zu ihrer allmonatlichen Indie-Musikreihe lädt, erinnern die Deckenventilatoren an eine Bar in Havana und zwischen Publikum und Bühne passt kaum ein Blatt. Auf dieser stehen dann wieder zwei attraktive Gast-Acts.

Die Kölner Singer/Songwriterin Sitara schwelgt gerne in Melancholie. Aus Träumen werden Lieder, aus Gefühlen wird Poesie. Immer ist sie auf der Suche nach dem Glück, das sich nur in diesem einen Moment wiederfinden lässt: einfach zu sein und nicht immer zu wissen, was richtig und was falsch ist. Ohne Mission, aber mit dem Wunsch, Musik als Schlüssel zur Sinnlichkeit zu bewahren. An diesem Abend präsentiert sich Sitara, die sonst auch gerne mal elektronisch auffährt, reduziert an der Gitarre mit Songs, die aus ihrer Vergangenheit stammen, aber auch schon mit einer Vorschau auf ihr kommendes Album “The Dark Stage”.

Von der Köln-Bonn-Neuwieder Kapelle Van Venlo stehen diesmal nur zwei Drittel auf der Lied-United-Bühne. Dirk Jansen und David Stricker spielen zu schrammeliger Stromgitarre und einnehmendem Bass deutschsprachige Songs aus eigener Manufaktur. Aus der Ferne grüßen die Vorbilder Wolf Maahn und Niels Frevert, zwischendurch garniert mit einer Prise Americana. Im Spannungsbogen zwischen ersten Lieben, fernen Freunden, Notbeleuchtungen im Alltag und letzten
Begegnungen versprechen die Songs von Van Venlo, dass am Ende doch noch alles gut wird – möglicherweise.

Eröffnet wird die Reihe im Juli vom Lied-United-Crew-Mitglied Robert Gasper, der seine Musik mit deutschen Texten selbst wie folgt beschreibt: Pop, Punk, Kammermusik – rohe Gitarrenriffs und eindringliche Pianoklänge, mal unsagbar traurig und für kurze Zeit irritierend nah an Schubert-Liedern, dann wieder von süffisanter Leichtigkeit und groteskem Humor.
Moderiert wird der Abend wie immer vom Conférencier Wolfgang A. Noethen, der wieder so manche überraschende sprachliche Wendung parat haben wird.